Neuer Zuschnitt: Die alte Ziehharmonikawand ist einer richtigen Wand gewichen. Das ermögliche eine bessere Nutzung des großen Saals und des kleineren Saals im Gemeindehaus, sagt Pfarrer Udo Schulte. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| - © Joern Spreen-Ledebur
Neuer Zuschnitt: Die alte Ziehharmonikawand ist einer richtigen Wand gewichen. Das ermögliche eine bessere Nutzung des großen Saals und des kleineren Saals im Gemeindehaus, sagt Pfarrer Udo Schulte. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Umbau des Gemeindehauses Rahden auf der Zielgeraden

Neues am Kirchplatz: Wünsche von Besuchern wurden erfüllt

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Das Gemeindehaus am Rahdener Kirchplatz ist mehr als ein Gemeindehaus. Es wird von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt, aber auch von der Lübbecker Land-Tafel, dem Präventionsrat Rahden, den Landfrauen und verschiedenen Selbsthilfegruppen. Im Gemeindehaus hat sich einiges getan, die Bauarbeiten gehen auf die Zielgerade. In diesen Tagen steht der Umzug der Gruppen zurück in das Gemeindehaus an. Nach Pfingsten werde der Betrieb im Gemeindehaus nach und nach wiederanlaufen, sagte Pfarrer Udo Schulte im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Die Ausgabe der Tafel werde Anfang Juni wieder aus ihrem Ausweich-Quartier zurückkehren. Der Umbau des Hauses ist mit 300.000 Euro veranschlagt und dieser Rahmen soll nach Möglichkeit nicht überschritten werden, merkte Udo Schulte an. Das alte Mobiliar etwa werde weiter genutzt, für neues fehlten die Mittel. "Wir haben mit dem Geld gewirtschaftet, das zur Verfügung stand." Einiges ist damit geschafft worden. Mit barrierefreien WC-Anlagen im Erd- und im Untergeschoss ist ein Wunsch aus der Gemeinde erfüllt worden. Es habe Veranstaltungen gegeben, zu denen ältere Menschen nicht mehr kamen, da sie Sorge hatten vor der steilen Treppe hinab zu den Toiletten im Untergeschoss. Bis dato gab es im Erdgeschoss kein WC. "Die Treppe war für manche ein unüberwindbares Hindernis", hat Schulte beobachtet. das sieht nun anders aus, die Treppe muss niemand mehr nutzen, da es nun auch im Erdgeschoss ein barrierefreies WC gibt. Umbau des großen Saals hat seine Vorteile Die Treppe ist nun besser zu sehen, da eine nachträglich eingebaute dünne Wand wieder entfernt wurde. Das gibt dem gesamten Foyer mehr Helligkeit. das aus Glasbausteinen bestehende Fenster blieb erhalten. "Aus Kostengründen", meint Schulte. Das Glasbausteinfenster sei wegen seiner Isolierung nicht ideal. "Aber der Umbau hätte schnell einen fünfstelligen Betrag gekostet." Im großen Saal ist die Bühne entfernt worden, sie wurde nicht mehr benötigt. Hinter der früheren Bühne hat nun die Tafel einen Lagerraum. Die Ziehharmonikawand zwischen dem großen und dem kleinen Saal ist einer festen Wand gewichen. Der große Saal sei nach dem Abbau der Bühne um einige Quadratmeter größer geworden. Da die alten Oberlichter mit einer neuen Wand versehen wurden und nicht mehr sichtbar sind, können nun auch tagsüber Beamer verwendet oder bei Veranstaltungen auch Dias gezeigt werden. Das war früher wegen der Lichteinstrahlung durch die Oberlichter tags kaum möglich. Hell genug ist der große Saal wegen der großen Fensterfront nach Norden immer noch. Beide Räume ließen sich nun unabhängig von zwei Gruppen voneinander nutzen. Zudem seien sie auch besser zu heizen. Teilweise neu gestaltet ist der Jugendkeller, wenngleich der Billard-Bereich seinen bisherigen Charme behalten hat. Der Eingang zum Jugendkeller ist zur Wehme hin verlegt worden - und nun auch barrierefrei. Eine neue Zuwegung gibt?s zum Parkplatz. Die Kirchengemeinde habe nachgerechnet: Die energetische Sanierung des gesamten Hauses wäre nicht finanzierbar gewesen, sagt Schulte. "Das wäre einem Neubau in kleinerer Form gleichgekommen." Nun aber sei das Gemeindehaus durch die in den vergangenen Wochen erfolgten Arbeiten gut und fit für die nächsten 10 bis 15 Jahre. "Die Rahdener mögen dieses Haus", sagt der Seelsorger und verweist auf die vielfältige Nutzung. "Und lieber ein gut genutztes Haus als ein gutes Haus, das nicht genutzt wird." Schulte dankte der katholischen Gemeinde, die während der Bauphase ihr Gemeindehaus für Gruppen aus dem evangelischen Gemeindehaus öffnete. Gemeinsam mit allen Interessierten möchte die evangelische Kirchengemeinde Rahden den Abschluss der Bauarbeiten feiern. Am Samstag, 8. September, ist ein Gemeindefest geplant.

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