Garanten für Sicherheit: Arminias Torhüter Stefan Ortega und Innenverteidiger Julian Börner, hier am 5. Spieltag gegen MSV Duisburg. - © Christian Weische
Garanten für Sicherheit: Arminias Torhüter Stefan Ortega und Innenverteidiger Julian Börner, hier am 5. Spieltag gegen MSV Duisburg. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Die stabile Abwehr ist bei Arminia Bielefeld die Basis für den Erfolg

Der Zweitligist hat zur Freude von Trainer Jeff Saibene in Bochum bereits zum sechsten Mal keinen 
Gegentreffer kassiert. Offenbar auch deshalb gab es keinen Grund, personell nachzubessern

Jörg Fritz

Bielefeld. Wenn Arminia Bielefeld am Montagabend zum dritten Mal in Folge um 20.30 Uhr ein Ligaspiel bestreitet (Liveticker auf nw.de), trifft der Tabellenachte aus Ostwestfalen mit Union Berlin zum dritten Mal auf einen Gegner, der bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben ist. Die Berliner, mit 27 Punkten auf Rang neun platziert, hatten sich ähnlich hohe Saisonziele gesetzt wie Greuther Fürth und der VfL Bochum, gegen die die Bielefelder jeweils ein 0:0 beziehungsweise einen 1:0-Sieg erkämpften. „Mit diesem Start in das Fußballjahr 2018 bin ich sehr zufrieden", meinte DSC-Coach Jeff Saibene. Gute Voraussetzungen für das Spiel am Montag Weit entfernt von dieser Einschätzung sind die Berliner, die sich am 16. Spieltag von Trainer Jens Keller trennten. Dessen Nachfolger André Hofschneider, von 1998 bis 2002 Spieler in Bielefeld, agierte bislang weniger glücklich. Drei Niederlagen und ein Unentschieden ließen positive Effekte eines Trainerwechsels noch nicht erkennen. Vor diesem Hintergrund haben die Arminen am Montag sicherlich nicht die schlechtesten Voraussetzungen, dem erklärten Saisonziel, so schnell wie möglich die Punktzahl von 40 zu erreichen, einen weiteren Schritt näher zu kommen. Stabile Defensive Saibene, der das Spiel seiner Mannschaft in Bochum geprägt von Nervosität und Fehlpässen sah, darf sich vor allem auf seine Abwehr verlassen. Sie ist der Garant für die bisher zufriedenstellend verlaufenen Meisterschaftsspiele. „Wir haben in Bochum schon wieder zu Null gespielt", sagte ein zufriedener Bielefelder Coach. „Das ist die Basis für unseren Erfolg". Arminias Defensivformation um Torhüter Stefan Ortega, Abwehrchef Julian Börner sowie Brian Behrendt oder Stephan Salger in der Innenverteidigung und den beiden Außenverteidigern Florian Dick und Florian Hartherz hat an Stabilität gewonnen. In sechs der 20 ausgetragenen Meisterschaftsspiele ist Arminia Bielefeld ohne Gegentor geblieben, was für die Qualität der Mannschaft spricht. Die Abwehrbilanz mit 29 Gegentoren würde noch besser ausfallen, wenn Arminia nicht zwei Aussetzer beim 0:4 gegen den MSV Duisburg und unmittelbar danach beim 3:4 in Darmstadt gehabt hätte. Hemlein und Teixeira werden Verträge erfüllen Wie erwartet hat es bei den Ostwestfalen keine personellen Veränderungen mehr gegeben. Das Transfenster schloss am Mittwochabend. Das heißt, dass Christoph Hemlein und Nils Teixeira, die mit ihren Einsatzzeiten unzufrieden sind, ihre Verträge bis 2018 (Hemlein) und 2019 (Teixeira) erfüllen werden. Arminias zukünftiger Weg im Profifußball wurde in Bochum deutlich, als Jeff Saibene mit Ortega, Staude, Rehnen, Özkan, Weigelt und Siya gleich sechs Eigengewächse im 18er-Aufgebot hatte. Toptalent Roberto Massimo fehlte zudem verletzungsbedingt am Montag. Dieser eingeschlagene Kurs ist zumindest in Bielefeld Neuland. Nachholbedarf in der Infrastruktur Unter diesen Aspekten ist es nur nachvollziehbar, dass das Nachwuchs-Leistungszentrum erneut bei der turnusmäßigen Zertifizierung durch den DFB und die DFL zum zweiten Mal in Folge mit drei Sternen ausgezeichnet wurde. Nachholbedarf, so die Beurteilung, habe Arminia aber noch im Bereich der Infrastruktur. Für den von Eintracht Braunschweig zu Norwich City gewechselten Onel Hernandez (rund zwei Millionen Euro Ablöse) erhält Arminia eine Ausbildungsentschädigung von geschätzten 70.000 Euro. Hernandez (25) spielte von 2007 bis 2012 für Arminia.

realisiert durch evolver group